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Indium: Schlüssel­metall der Halbleiter­technik

Indium ist allgegenwärtig. In Ihrem Handy, in LCD-Displays, in der Nanotechnik – und in den Prognosen für die in den nächsten Jahrzehnten begehrtesten Sondermetalle.

Erfahren Sie mehr über Indium

Eigenschaften

In seiner Reinform ist das silbrig-weiße Metall Indium so weich, dass Sie es mit der Hand plattdrücken können. Versucht man es zu biegen, ist ein knirschendes Geräusch zu hören, das als „Zinngeschrei“ bekannt ist. Es beruht auf der inneren Reibung aneinander gleitender Gitterebenen. Biegt man Indium zu stark, zersplittert es in Kristalle.

Der Schmelzpunkt von Indium ist mit 156,6 °C einer der niedrigsten aller Metalle, nur Quecksilber und Gallium liegen noch darunter. Indium ist über einen sehr großen Bereich von 2000 °C flüssig. In diesem Zustand hinterlässt es wie Gallium auf Glas einen dünnen Film. Toxische Eigenschaften sind nicht bekannt.

Farbe:silberweiß glänzend
Schmelzpunkt:156,6 °C
Spezifisches Gewicht:7,31 g/cm³
Siedepunkt:2.080 °C
Massenanteil/Erdhülle:0,1 ppm

Gewinnung

Die weltweit vorhandenen Ressourcen von Indium werden auf 16.000 t geschätzt. Davon sind jedoch nur ca. zwei Drittel wirtschaftlich abbaubar. Elementar kommt Indium nur sehr selten vor, daher wird es fast ausschließlich als Nebenprodukt bei der Produktion von Zink oder Blei aus sulfidischen Erzen gewonnen.

Wird indiumhaltiges Zink in verdünnten Säuren gelöst, kann man aus den Rückständen Indiumsulfat gewinnen. Durch die sich anschließende Elektrolyse der wässrigen Lösung dieses Stoffes entsteht Indium. Die Veredelung zu hochreinem Indium, das in Barren gehandelt wird, erfolgt durch ein Zonenschmelzverfahren.

Anwendungen/Branchen

LCD-Displays

Mit Indium-Zinn beschichtete Glasplatten sind ein wichtiger Baustein vieler Displays. Allein bei TV-Geräten liegt der LCD-Anteil bei ca. 90 %.

OLEDs/Touchscreens

Indiumzinnoxid kommt als Stromleiter in organischen Leuchtdioden, Touchscreens und Solarzellen zum Einsatz.

Dünnschicht-Photovoltaik

Mit der CIGS-Technologie (Kupfer, Indium, Gallium, Diselenid) erzielen Hersteller die höchste Stromausbeute und den höchsten Wirkungsgrad.

Nanotechnologie

Indiumphosphid-Nanodrähte kommen in hochempfindlichen Photodetektoren oder optischen Schaltern zum Einsatz.

Weitere Anwendungen im Überblick: Medizintechnologie, Lager in Triebwerken

Preisentwicklung Indium

Aktueller Preis

Indium 336,61 €/kg

*Stand Dezember 2017

Expertentipp

„Hier kann es keine zwei Meinungen geben – klare Kaufempfehlung! Indium gehört zu den wenigen Technologiemetallen, die auch langfristig gefragt sein werden, weil sie kaum zu ersetzen sind. Preislich bewegt sich Indium momentan auf einem Niveau, bei dem die Chancen gegenüber den Risiken deutlich überwiegen.

Der momentan sehr niedrige Preis resultiert vor allem aus der Tatsache, dass China auf Vorrat gefördert und den Markt überschwemmt hat: mit einer dreifachen Jahresverbrauchsmenge. Aber auch diese Kapazitäten werden irgendwann aufgebraucht sein – während die Nachfrage weiterhin kontinuierlich wächst. Allein bis 2017 sagen Fachleute ein Anwachsen der Nachfrage um 15 % voraus, bis 2030 könnte sie nochmals explosionsartig anwachsen.“

Thomas Grob, Tradium

Was spricht für den Kauf von Indium?

R

sehr positive Prognosen unabhängiger Experten und Institutionen

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vielseitig einsetzbar

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für viele Anwendungen derzeit alternativlos

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Siegeszug von LCD-Displays, Smartphones und Solarzellen setzt sich fort

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Preisniveau wird in absehbarer Zeit anziehen

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prognostizierter Anstieg der Nachfrage von derzeit 1.000 t auf 2.000 t bis 2030

Was spricht gegen den Kauf von Indium?

Q

derzeit ausreichend Kapazitäten auf dem Markt

Q

negative Preisentwicklung in den letzten Monaten

Q

Abhängigkeit von China bietet Anreiz zur Entwicklung alternativer Technologien

Fakt!

Das vor rund 150 Jahren entdeckte Indium ist das vielleicht einzige High-Tech-Metall, dem ein Denkmal gewidmet wurde. Im sächsischen Freiberg erinnert eine Bronzeplatte auf dem Schlossplatz daran, dass der Siegeszug des weltweit begehrten Rohstoffs in der dortigen Bergakademie begann. Ferdinand Reich und Hieronymus Richter war bei der Untersuchung von Zinksulfid eine indigoblaue Spektrallinie aufgefallen. Diese war so „glänzend, scharf und ausdauernd“, dass sie auf ein bis dato unbekanntes Metall schlossen.

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„Jede zeitgemäße Sparstrategie sollte auch den Kauf von Technologiemetallen beinhalten. GOLDEN GATES bietet die besten Konditionen und maximale Flexibilität.“

Katrin Schneider

„Wer Technologiemetalle bei GOLDEN GATES kauft, kann seinen Besitz mit den eigenen Händen greifen – ein himmelweiter Unterschied zu abstrakten Geldanlagen.“

Michael Humpe

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