Seltene Erden – Chancen und Risiken

Manchmal kann ein Name in die Irre führen. Seltene Erden beispielsweise sind weder extrem selten, noch handelt es sich um Metalle. Aber sie zählen zu den gefragtesten Rohstoffen der Welt, weil sie für Hightech-Produkte aller Art gebraucht werden. Einer der ersten, der dieses Potenzial sehr früh erkannte, war Chinas Staatschef Deng Xiaoping, der bereits 1992 prophezeite: „Der Nahe Osten hat sein Erdöl, China hat Seltene Erden.“

Was sind Seltene Erden?

Zu den Seltenen Erden oder Seltenerdmetallen zählen 17 chemische Elemente mit besonderen Eigenschaften. Es handelt sich meist um relativ weiche, silberfarbene Metalle, die an der Luft anlaufen und teils eine gelbe oder graue Oxidschicht bilden. Meist sind sie elektropositiv, wenig leitfähig und extrem reaktionsfähig. Terbium und Ytterbium entzünden sich an der Luft sogar selbst.

Ein Großteil der industriellen gewonnenen Seltenerdmetalle entsteht als Nebenprodukt der chemischen Aufbereitung bei der Gewinnung anderer Metalle aus deren Erzen. Unterschieden wird im Hinblick auf das Atomgewicht zwischen einer leichten und einer schweren Gruppe. Seltene Erden kommen überall dort zum Einsatz, wo Computerchips oder Hochleistungsbatterien eingebunden sind, aber auch in Magneten, Polituren, Rußpartikelfiltern, Kontrastmitteln, Spezialgläsern und Hybridautos und zahllosem weiteren Anwendungen.

Seltene Erden
China

Auf dem Weg zur Marktbereinigung

Der Markt für Seltene Erden wird mit einem Anteil von ca. 90 % von China dominiert. Sechs Staatsunternehmen sind dort im Erzabbau tätig – dazu kommen Bestände aus illegalen Abbauaktivitäten. In den vergangenen Jahren hat China dieses Monopol zeitweise genutzt, um mittels künstlicher Verknappung die Preise in die Höhe zu treiben. Das Ergebnis: eine Spekulationsblase und in der Folge ein dramatischer Preisverfall. Der resultierte daraus, dass immer mehr Unternehmen die preislichen Achterbahnfahrten leid waren und die Seltenen Erden substituierten. Gleichzeitig wurde zunehmend wieder außerhalb Chinas gefördert, um die Abhängigkeit zu verringern. Heute befinden wir uns in einer Konsolidierungsphase: China bemüht sich deutlich um mehr Konstanz und Kontrolle.

Ausgehend von dem aktuell extrem niedrigen Preisniveau sind die Wachstumsperspektiven für bestimmte Seltene Erden glänzend. Es ist mit zweistelligen Zuwachsraten in bestimmten Segmenten zu rechnen – verbunden mit einem spürbaren Anziehen des Preisniveaus.

Technologiemetalle – eine interessante Alternative?

Wegen der absehbaren langfristigen Lieferengpässe ist der Kauf von Seltenen Erden ohne Frage eine lohnenswerte Investition. Doch es gibt noch eine Alternative mit nicht weniger großer Bedeutung für künftige Schlüsseltechnologien: strategische Metalle wie Indium, Germanium, Gallium oder Hafnium. Sie stehen deutlich weniger im Fokus von Presse und Öffentlichkeit als die zeitweise regelrecht gehypten Seltenen Erden – dabei sind auch sie längst unverzichtbare Rohstoffe für die Produkte unserer Wissens- und Kommunikationsgesellschaft.

Ohne Technologiemetalle gäbe es keine Displays, keine Flachbildschirme, keine leistungsfähige Solarzelle und keine schnelle Glasfaserleitungen, wie wir sie heute kennen. Dank ihrer besonderen chemischen Eigenschaften reichen schon kleine Mengen aus, um erstaunliche Effekte zu bewirken – zum Beispiel bei Superlegierungen mit Hafnium für Turbinen-, Flugzeug- und Raumfahrttechnik.

Bei GOLDEN GATES können Sie die wichtigsten Technologiemetalle kaufen und sicher lagern lassen – entweder als Alternative zu Ihrem Bestand an Seltenen Erden oder als sinnvolle Portfolio-Ergänzung. Wegen des historisch niedrigen Preisniveaus ist jetzt der ideale Einstiegszeitpunkt.

Technologiemetalle Indium, Hafnium, Germanium und Gallium

Fakten zu Seltene Erden im Überblick

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Besonders gefragt:
Neodym, Europium, Dysprosium, Praseodym, Terbium, Yttrium, Gadolinium

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Eigenschaften:
eher weich, erfordern geringes Lagervolumen, in Oxidform unbegrenzt lagerfähig, aufwendige und kostenintensive Förderung

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Jahresfördermenge:
in China ca. 100.000 Tonnen pro Jahr (2012)

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Verwendung:
LED- und LCD-Technik, Metallurgie, Lasertechnik, Katalyyatoren, Brennstoffzellen, Wasseraufbereitung, Elektroautos, Hybridfahrzeuge

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Förderung:
China hat dank aggressiver Preispolitik und fehlender Umweltauflagen heute das Monopol inne (97,5 %). Signifikante Vorkommen gibt es auch in der Mongolei, Australien, Grönland, Kanada, Indien, Brasilien und Malaysia.

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Geschätzte Reserven weltweit:
99.000.000 Tonnen

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